Es muss nicht immer Kaviar sein – Dieses Buch von Johannes Mario Simmel ist erstmalig 1960 erschienen und enthält die kuriosen Abenteuer des Bankiers Thomas Lieven. Dieser gerät während des zweiten Weltkrieges zwischen die Fronten der Geheimdienste verschiedener Nationen und versucht sich mit Geschick schadlos zu halten. Unter anderem unterstützt durch seinen Charme und seine Kochkunst. Mit eben dieser gelingt es ihm mehrfach sich aus brenzligen Situationen zu retten. Für den Leser wurden die Rezepte zum Nachkochen im laufenden Roman aufgeführt und erläutert. Der Kaviar ist somit kein wirkliches Kochbuch im eigentlichen Sinne.
Für das DKduW-Blog-Event (siehe hier) habe ich mich nun entschieden endlich mal aus eben diesem Buch etwas nachzukochen.
Da ich nicht so viel Übung und Erfahrung habe, was das Kochen angeht versuchte ich mich an einem leichten Rezept. Es handelt sich dabei um die Vorsuppe des Menu vom 4. September 1940 mit dem ein Passfälscher in Höchstform gebracht wurde.
Titel: Überbackene Zwiebelsuppe
Kategorien: Suppe, Zwiebel, Käse
Menge: 2 PersonenZutaten:
4 klein. Zwiebel
2-3 Scheib. Weißbrot oder Toast
150 Gramm Geriebener Käse
1 Liter Wasser
Butter oder Öl
Salz, GewürzeQuelle:
J.M. Simmel „Es muss nicht immer Kaviar sein“
– Erfasst *RK* 31.07.2007 von
– Dresden kochtZubereitung:
(Anleitung aus dem Buch) Man schneide reichlich Zwiebeln in dünne Ringe und lasse sie in Butter oder Öl hellbraun braten. Dann gieße man heißes Wasser – etwas mehr als man Suppe wünscht – darüber und lasse es fünzehn Minuten kochen, salze nach Geschmack. Man kann auch Fleischbrühe verwenden. Inzwischen schneide man dünne Weißbrotscheiben, die man auf die vom Feuer genommene Suppe legt und dick mit geriebenem Käse bestreut. Der Topf wird dann in den heißen Backofen gestellt, bis der Käse eine leicht bräunliche Schicht gebildet hat. Hübscher ist es, wenn man für jede Person ein eigenes feuerfestes Schüsselchen benützen kann.Anmerkungen DL: Bei 180° C im Umluftherd, dauert das Backen ca. 10- 15 Minuten
Tatsächlich war die Suppe leicht herzustellen. Das Zwiebelschneiden hat freundlicherweise mein Mann erledigt, so dass gar nicht viel zu tun übrig blieb. Das Ergebnis konnte sich auch sehen lassen. (Hier gehört eigentlich ein Foto hin, das nachgereicht wird)
Das Toastbrot hat sich, wie zu erwarten war, mit Suppe vollgesaugt und eine etwas schleimige Masse ergeben, die jedoch sehr schmackhaft war. Mit dem Käse ergab sich eine interessante und wohlschmeckende Mischung. Wir können es nur weiterempfehlen.
Kleiner Nachtrag: Nachdem ich nun hier fertig war schrie es von meinem Mann. „Krieg ich jetzt endlich mein Buch wieder?“ (Hey ich brauchte das schließlich, da war das Rezept drin. Viel Spaß beim Weiterlesen
)
Juli 31, 2007 um 8:38 |
Da bin ich auf das nachgereichte Bild gespannt – das ist doch mal ein sehr würdiger allererster Beitrag für DkduW!
August 27, 2007 um 6:47 |
[...] Den Auftakt macht Dresdenkocht, das Blog eines Pärchens aus Dresden, das in loser Folge von seinen gastronomischen Erlebnissen in der Elbmetropole und Küchenexperimenten berichtet, und die Wahl des Kochbuches könnte passender als erster Beitrag für diesen Event nicht sein! Aus Es muss nicht immer Kaviar sein von Johannes Mario Simmel kochen die beiden eine überbackene Zwiebelsuppe. [...]
August 27, 2007 um 7:04 |
DKduW #1 – August 2007
In der ersten Runde des monatlichen Blogevents DKduW – Dein Kochbuch das unbekannte Wesen – haben sich Foodblogger aufgemacht uns vergessene Kleinode des Kochbuchregals vorzustellen.
Besonders freue ich mich über zwei neue Blogs in der deutschen Fo…
August 28, 2007 um 9:30 |
Schöne Idee, aus einem nicht alltäglichen Kochbuch (und ohne Fotovorlage) ein Rezept nachzukochen. Das Buch liest sich wirklich auch sehr spannend, verschlungen habe ich es, aber nie was nachgekocht… das sollte sich eigentlich ändern!
Danke für die Anregung und viele Grüße nach Dresden!
August 28, 2007 um 9:56 |
Auf die Fotovorlage verzichte ich meist sowieso lieber, da mir das hübsche Aussehen sowieso nie gelingen mag, das frustriert sonst nur
Viel Erfolg beim weiteren Nachkochen der Kaviar-Rezepte *g* Und bitte setz die Ergebnisse ins Blog, ich bin gespannt. *g*