Archiv für Januar 2008

Sindbad

Januar 26, 2008

Alf layla we layla – Tausendundeine Nacht – wer kennt sie nicht, die Geschichten von Alibaba, Aladin oder Sindbad dem Seefahrer. So wie es bei uns die Märchen der Gebrüder Grimm gibt, existieren im arabischen Raum die Geschichten aus 1001 Nacht, erzählt von der wunderschönen Sheherazade.

Das Sindbad ist ein libanesisches Restaurant nahe der Dresdner Uni. Schon 2005 nach unserem Praktikum in Ägypten hatte ich arabische Restaurants gesucht und dabei unter anderem das Sindbad entdeckt. Aus einem Besuch ist nur leider nie was geworden. Bevor aurelix jedoch nach China verschwindet, wollten wir nochmals mit unserer Dresden for friends – Card Essen gehen. Da uns beiden arabisches Essen schmeckt fiel die Wahl diesmal auf das Sindbad.

Ein wunderschönes Ambiente erwartete uns. Der Raum war hübsch dekoriert – unter anderem mit einem wirklich großem Wandbild. An den Decken hängen niedliche Lampen und auch die Wände werden von Lampen eingenommen deren Schirme aus bemalter Seide bestehen und verschiedene Szenen aus Sindbads Abenteuern darstellen.

Das Essen zog uns in seinen Bann. In der Karte wurde man vorgewarnt: Das Essen wird frisch zubereitet, also kanns eine Weile dauern. Aber für gutes Essen wartet man doch gern! Als Vorspeisen teilten wir uns drei verschiedene kleine Teller mit Köstlichkeiten. (Leider finde ich gerade nicht die Namen heraus, also muss eine kurze Beschreibung genügen.) Zum einen gab es eine Art Sandwich mit Tomaten und Kuh-/ Ziegenkäse – sehr lecker. Dann gab es Teigtaschen – gefüllt mit einer Art Spinat-irgendwas-Mischung. Nicht ganz mein Fall, aber mein Mann fand sie toll. Als drittes probierten wir Hackfleischröllchen mit Petersilie. Auch hervorragend. Ich kann mich immer noch nicht entscheiden, was besser war: Hackfleisch oder Sandwich. :-)

Als Hauptgericht bestellte sich aurelix eine Phöniciaplatte. Diese bestand aus Lamm, Kalb, Shawerma und Kebab. Ich entschied mich für Schiesch Taouk. Auch hier bleibt nur zu sagen: lecker. Auch optisch machte es was her. Die Spiese waren mit einem Stück Fladen umwickelt. Und auch das dazugehörige Kichererbsenpüree als Dipp schmeckte hervorragend.

Währenddessen haben wir ein neues Spiel entwickelt: Nach welcher Farbe schmeckt mein Essen. Auch ein interessanter Zeitvergleich. Und man fängt gleichzeitig an bewusst zu essen und zu schmecken.

Gerade als wir gehen wollten wurden wir aufgehalten. Es wäre gleich Bauchtanz. Also bestellten wir uns noch etwas zu trinken (Ayran – ein Getränk aus Joghurt. So wirklich überzeugt hat es mich nicht. Es schmeckte definitiv nach Joghurt – ein wenig sauer und auch irgendwie salzig. Sehr merkwürdig, besonders da ich was süßes erwartet hatte.) und harrten der Dinge die da kommen sollten.

Außer, dass das Mädel nicht sehr arabisch aussah, hat sie es hübsch gemacht. Wir waren beide begeistert.

Also Fazit:

  • ca. 12 € Ersparnis
  • Der nächste Besuch wird grad geplant

Schokoladen-Kokos-Ananas-Kuchen

Januar 12, 2008

Meine Eltern haben mir zu Weihnachten ein Backbuch geschenkt! Eine tolle Gelegenheit mal wieder neuen Kuchen kennenzulernen und sich gleichzeitig bei seinen Arbeitskollegen einzukratzen. Das ist auch gelungen, der Kuchen wurde mir praktisch aus den Händen gerissen und die letzten Stücke mussten halbiert werden. Ananas und Schokolade, damit kann man eigentlich nichts verkehrt machen.

Ich würde das Buch hier gern namentlich nennen; leider haben wir aber so gar keine Lust, eine Abmahnung im Briefkasten zu finden, also nehmen wir einfach einmal an dass mir das folgende Rezept von einer guten Freundin zugespielt wurde.

Titel: Schokoladen-Kokos-Ananas-Kuchen

Kategorien: Kuchen
Menge: 1 Blech

Zutaten:

  • 200 g Kokosraspel
  • 1 Dose (ca 500 g) Ananasstücke
  • 400 g Zartbitter-Schokoraspel (mindestens 50% Kakao)
  • 300 g Butter
  • 200 g Zucker
  • 1 Pk. Vanillezucker
  • 6 Eier
  • 300 g Mehl
  • 2 TL Backpulver
  • 100 g Schlagsahne

Zubereitung:

Backblech einfetten oder mit Backpapier belegen. Den Backofen auf 180°C (Umluft: 160°C) vorheizen.

Kokosraspel ohne Fett in einer Pfanne anrösten (hellbraune Färbung); es ist empfehlenswert, sie dafür in zwei Portionen aufzuteilen. Ananasstücke in einem Sieb abtropfen lassen. 20-30 Stück für die Dekoration aufbewahren, die restlichen Stücke kleinhäckseln und nochmals abtropfen lassen.

Butter und Zucker in einer Rührschüssel verrühren, nacheinander die Eier hinzugeben. Mehl und Backpulver unterrühren. Von den Kokosraspeln 3 EL für die Dekoration übrig behalten, den Rest in den Teig rühren. Die Hälfte (200 g) der Schokoraspel hinzugeben. Zum Schluß die Ananasstücke hinzugeben und den Teig nochmals gut durchrühren. Nun auf das Backblech geben, glattstreichen und etwa 30 Minuten backen.

Für den Guss den Rest der Schokoraspel und die Sahne im Wasserbad schmelzen und verrühren. Das Wasser nicht kochen lassen! Nachdem der Kuchen aus dem Ofen ist, etwa 30 Minuten abkühlen lassen, anschließend den Schokoladenguss mit einem Teigschaber aufstreichen. Die beiseitegelegten Ananasstücke mit Küchenpapier trockentupfen und auf dem noch feuchten Guss verteilen. Zum Schluß mit Kokosraspeln bestreuen.

Atlantis Restaurant

Januar 12, 2008

Für ein paar Tage beherbergten wir in unserer Wohnung meinen Schwiegervater, da dieser geschäftlich in Dresden zu tun hatte. Alles in allem hat er sich nett benommen und manierlich ;-) und uns schließlich gestern zum Essen eingeladen. Da es zu unserem Leib- und Magen- Griechen leider zu weit war, haben wir beschlossen einfach den vor der Haustür zu versuchen. Und wir haben es nicht bereut.

Das Atlantis-Restaurant hat erst kürzlich hier neueröffnet und ist ein kleiner Familienbetrieb, der sich einfach etwas vergrößern wollte und nun seine Pforten auf der Borsbergstraße öffnete. Es war erstaunlich voll, trotzdem erhielten wir zu dritt noch einen Platz.

Beim ersten Blick auf die Karte konnten wir schon feststellen – die Preise sind wirklich moderat. Also gings ans Bestellen. Da ich sowieso immer Bifteki bestelle blieb ich auch bei diesem Griechen bei der Wahl – vor allem da wir ja schließlich auch vergleichen können wollten. Mein Mann bestellte sich Lamm-Filet und der liebe Schwiegervater ein ganz normales Gyros.

Die Portionen waren… groß. Aber ich glaube das ist beim Griechen default. Alle drei Essen haben auch wunderbar geschmeckt, kann man echt nicht klagen. Leider hatte aber mein Hunger nicht ausgereicht um meine Portion komplett zu vertilgen jedoch wurden mir die Reste freundlicherweise eingepackt. Prima Service.

Die Kellner waren sehr nett. Sollte eigentlich selbstverständlich sein doch ich erwähne es trotzdem mal. Es war auch eine gemütliche Atmosphäre, auch wenn wir zwischenzeitlich philosophieren mussten, ab wann denn endlich (!!) das Rauchverbot in Sachsen gilt. Es ist eben doch störend.

Alles in allem, ich glaub wir kommen wieder, es hat gut geschmeckt und das ‘drumrum’ stimmte auch.