Archiv für die Kategorie ‘Restaurant’

Österreich in der Almhütte

Februar 25, 2009

Eine Almhütte in Dresden? Ja das gibt’s. Zwar fehlt die Alm, doch das Ambiente passt. Sogar vereinzelte Ski stehen rum. Fehlt eigentlich nur noch die regelmäßig in Skistiefeln vorbei stapfenden Menschen, die hinter zur Toilette wollen.

Kurzfristig haben wir uns heut entschlossen, mal wieder essen zu gehen. Nun ist das mit der Auswahl ja stets … schwierig. So haben wir ja bereits einige Restaurants, die wir gern heimsuchen – sei es der Grieche vor der Haustür oder die Kanzlei. Doch hatte ich keine rechte Lust auf eines von denen. Also musste etwas neues her. Die Almhütte klang vom ersten Eindruck auf deren Internetpräsenz sehr nett und so fiel die Entscheidung schnell.

In den dunklen Seitenstraßen Striesens waren wir erst unsicher, ob wir hier richtig wären. Es wirkte alles nicht so, als wenn hier nachts noch jemand auf die Straße geht. Dabei war es noch nichtmal Sieben. Also haben wir skeptisch die Straßenschilder im Auge behalten und doch das Restaurant gefunden. Der Raum wirkt, wie man es bei einer Almhütte erwarten würde. Er könnte genausogut in einem Haus direkt am Skihang sein. Für den Sommer bieten sich auch Plätze draußen im Biergarten an. Ein nicht zu vergessener Vorteil.

Das Essen war einfach nur klasse. Mein Krustenbraten war sehr lecker und die dazugehörigen Semmelknödel und das Sauerkraut rundeten das ganze ab. Auch der Salat sah nicht nur ansprechend aus sondern schmeckte auch hervorragend. Auch aurelix’ Gulasch war einfach ein Traum. Ich glaub, ich hab noch nie so zartes Rindergulasch probiert. Das ist fast auf der Zunge zergangen und war auch vom Geschmack her grandios. Im Nachhinein wurde mir dann verraten, dass das Fleisch von einem jungen Bullen war. (Und dass es in Deutschland eine Herausforderung ist, wirklich gutes Rindfleisch zu erhalten) Kein Wunder, dass ich mich bisher nie für Rind erwärmen konnte. Das hat ja auch noch nie so lecker geschmeckt.

Da ich derzeit ein erhöhten Nahrungsbedarf habe und eigentlich immer hungrig bin, haben wir hinterher noch Dessert bestellt. Ich frage mich ja, wie man Palatschinken so dünn bekommt. Aber sowohl der mit Eis als auch der mit Marillenmarmelade gefüllte war überaus lecker. Danach war selbst ich wirklich satt.

Als Fazit bleibt nur: Wir überlegen momentan wen wir alles da mit hinnehmen.
Sollte uns irgendwann nochmal Knutsen besuchen, dann er auf jeden Fall – im Hintergrund haben wir diverse Lieder von EAV erkannt.

Atlantis Restaurant

Januar 12, 2008

Für ein paar Tage beherbergten wir in unserer Wohnung meinen Schwiegervater, da dieser geschäftlich in Dresden zu tun hatte. Alles in allem hat er sich nett benommen und manierlich ;-) und uns schließlich gestern zum Essen eingeladen. Da es zu unserem Leib- und Magen- Griechen leider zu weit war, haben wir beschlossen einfach den vor der Haustür zu versuchen. Und wir haben es nicht bereut.

Das Atlantis-Restaurant hat erst kürzlich hier neueröffnet und ist ein kleiner Familienbetrieb, der sich einfach etwas vergrößern wollte und nun seine Pforten auf der Borsbergstraße öffnete. Es war erstaunlich voll, trotzdem erhielten wir zu dritt noch einen Platz.

Beim ersten Blick auf die Karte konnten wir schon feststellen – die Preise sind wirklich moderat. Also gings ans Bestellen. Da ich sowieso immer Bifteki bestelle blieb ich auch bei diesem Griechen bei der Wahl – vor allem da wir ja schließlich auch vergleichen können wollten. Mein Mann bestellte sich Lamm-Filet und der liebe Schwiegervater ein ganz normales Gyros.

Die Portionen waren… groß. Aber ich glaube das ist beim Griechen default. Alle drei Essen haben auch wunderbar geschmeckt, kann man echt nicht klagen. Leider hatte aber mein Hunger nicht ausgereicht um meine Portion komplett zu vertilgen jedoch wurden mir die Reste freundlicherweise eingepackt. Prima Service.

Die Kellner waren sehr nett. Sollte eigentlich selbstverständlich sein doch ich erwähne es trotzdem mal. Es war auch eine gemütliche Atmosphäre, auch wenn wir zwischenzeitlich philosophieren mussten, ab wann denn endlich (!!) das Rauchverbot in Sachsen gilt. Es ist eben doch störend.

Alles in allem, ich glaub wir kommen wieder, es hat gut geschmeckt und das ‘drumrum’ stimmte auch.

Kolibri

September 21, 2007

Diesmal waren wir ohne Dresden for friends unterwegs ;)

Direkt in Laufreichweite unserer Wohnung gibt es eine Ausbildungsstelle der Hotel- und Gaststättenschule Schloss Albrechtsberg, das Restauran Kolibri.

Dabei handelt es sich um ein Buffetrestaurant. Bei den Kellnern und Köchen handelt es sich um Auszubildende der oben genannten Schule. Ich finde die Idee, die Schüler in ein Restaurant zu stecken und dann machen zu lassen irgendwie klasse. So haben sie die Chance selbstständig Dinge zu entdecken die sie woanders im Routinebetrieb vielleicht nicht sehen würden, da einfach die Zeit fehlt oder auch der Druck zu hoch ist. Die Gäste sind auch mal nachsichtiger wenn etwas nicht so ganz klappt – schließlich lernen die Jungs und Mädels ja noch.

Die Stimmung im Restaurant war freundlich und die Kellner bemüht. Die Einrichtung hat einen Eindruck eines gehobenen Restaurants hinerlassen. Trotzdem war es gemütlich.

Das Essen gestaltete sich in Buffet-Form. Ein wirklich überaus einnehmender junger Mann (Zitat mein Mann: „Wäre ich unverheiratet und eine Frau könnte ich glatt schwach werden“) bewachte das Essen und erklärte was es denn geben würde.

Als Vorspeise versuchten wir uns an den Salaten. Mir persönlich hatte es der Tomatensalat und der indische Reissalat angetan. Lecker :) Auch wenn nach meinem Empfinden der Reis ein µ länger hätte kochen dürfen. Aber es schmeckte angenehm und für europäische Ansprüche auch nicht zu scharf. Aurelix gönnte sich etwas vom Fleischsalat mit Käse (ihm schmeckte es, als ich davon probierte war das jedoch nicht mein Fall) Die Vorspeise war also gelungen. :)

Als Hauptgang entschied ich mich für gebratene Bohnen mit Speck und Zwiebeln (auch hier ähnlich dem Reis hätte ich die Bohnen persönlich etwas länger kochen lassen), dazu Reis und Hackbraten. In der Hackbratenscheibe befand sich dann auch noch ein Ei. Kannt ich gar nicht, hab die Idee aber inzwischen aufgenommen und bei meinem letzten Selbstversuch mit Hackbraten noch ein gewürfeltes Ei hinzugefügt.

Aber lustig: ich fing so an zu überlegen, ob man das Ei wohl roh oder gekocht in den Hackbraten rein tun müsste und meinte plötzlich halbtlaut „Ach bin ich doof“ erklärte meinem Liebsten was mich dazu brachte und er mit einem schiefen Grinsen „Eigentlich hab ich da auch grad drüber nachgedacht“

Als Desserts gab es ebenfalls leckeres im Angebot: Während ich mich an Mozarella und Tomaten vergnügte, versuchte mein Mann den Schokopudding mit Fruchtstücken. Ebenso gab es noch einen hervorragenden Joghurt mit Mandarine und Kiwi. Sehr erfrischend und lecker. ich bin noch am überlegen wo her der frische Beigeschmack kam. Für Pfefferminze war es nicht ’scharf’ genug, vielleicht Salbei oder Basilikum?

Nach dem Essen gönnten wir uns schließlich noch einen hervorragenden Federrosé. Für jemand der auf liebliche Weine steht einfach lecker. Und unschlagbar im Preis.

Fazit:

  • Bufett: 7,99 €
  • Federrosé (0,25l): 2,80 €
  • Wir gehen wieder hin :)

PS: Da ich schon ein wenig erstaunt bin wieviel gerade dieser Artikel aufgerufen wird: ich freu mich immer über weitere Meinungen in den Kommentaren – nicht nur zu diesem Restaurant, sondern auch zu den anderen Artikeln ;-)