Gestern hat Töchterchen (ca 1/2 Jahr) beschlossen, dass sie gut selber Essen kann. Zielstrebig ging ihr Griff zum Löffel und erwischte ihn an der dicksten Stelle. Ja genau – dort wo der Brei (noch) drauf lag.
Auf dem Weg in den Mund stellte sie dann aber fest, dass dies irgendwie nicht so recht funktioniert. Löffel + halbe Hand haben zwar Platz im Mund, aber so richtig gut essen konnte sie so nicht.
Nachdenklich nahm sie den Löffel aus dem Mund und starrte ihn an, drehte ihn – und tatsächlich – sie legte ihre Hand um den Griff des Löffels. Danach testet sie aus, führte den Löffel zum Mund. Und es funktionierte.
Stolz sah sie mich an und lies sich daraufhin immer wieder den Löffel befüllen, nahm ihn in die Hand und steckte das Ganze sehr zielstrebig in den Mund.
Ich war beeindruckt. Vor allem davon, wie so ein kleines Kind, so einen großen Radius um den Stuhl haben kann und wie heftig Brei doch an allem klebt. Blöde Stärke.
Heute: ähnliches Spiel von vorn. Mit dem Unterschied, dass heute der Mund zublieb, wenn sie nicht selbst den Löffel führen durfte. Fiese, tricksende Mutter die ich bin: neuen Löffel in die Hand gedrückt und weiter gefüttert. Denkste! Der leere Löffel flog in hohem Bogen hinunter. Der Mund blieb weiterhin zu.
Füttern kann ja sooooo anstrengend sein.