Atlantis Restaurant

Januar 12, 2008 von dresden kocht

Für ein paar Tage beherbergten wir in unserer Wohnung meinen Schwiegervater, da dieser geschäftlich in Dresden zu tun hatte. Alles in allem hat er sich nett benommen und manierlich ;-) und uns schließlich gestern zum Essen eingeladen. Da es zu unserem Leib- und Magen- Griechen leider zu weit war, haben wir beschlossen einfach den vor der Haustür zu versuchen. Und wir haben es nicht bereut.

Das Atlantis-Restaurant hat erst kürzlich hier neueröffnet und ist ein kleiner Familienbetrieb, der sich einfach etwas vergrößern wollte und nun seine Pforten auf der Borsbergstraße öffnete. Es war erstaunlich voll, trotzdem erhielten wir zu dritt noch einen Platz.

Beim ersten Blick auf die Karte konnten wir schon feststellen – die Preise sind wirklich moderat. Also gings ans Bestellen. Da ich sowieso immer Bifteki bestelle blieb ich auch bei diesem Griechen bei der Wahl – vor allem da wir ja schließlich auch vergleichen können wollten. Mein Mann bestellte sich Lamm-Filet und der liebe Schwiegervater ein ganz normales Gyros.

Die Portionen waren… groß. Aber ich glaube das ist beim Griechen default. Alle drei Essen haben auch wunderbar geschmeckt, kann man echt nicht klagen. Leider hatte aber mein Hunger nicht ausgereicht um meine Portion komplett zu vertilgen jedoch wurden mir die Reste freundlicherweise eingepackt. Prima Service.

Die Kellner waren sehr nett. Sollte eigentlich selbstverständlich sein doch ich erwähne es trotzdem mal. Es war auch eine gemütliche Atmosphäre, auch wenn wir zwischenzeitlich philosophieren mussten, ab wann denn endlich (!!) das Rauchverbot in Sachsen gilt. Es ist eben doch störend.

Alles in allem, ich glaub wir kommen wieder, es hat gut geschmeckt und das ‘drumrum’ stimmte auch.

simplicity rulez

Dezember 5, 2007 von dresden kocht

Und bevor es nun in denUrlaub geht noch ein kleines Kocherlebnis.

Letzten Samstag hatte ich Besuch. Die Großeltern meines Mannes wollten gern unsere neue Wohnung sehen. Mein Plan, diese zum Kaffee einzuladen wurde jedoch vom Göttergatten verhindert, so dass ich plötzlich vor dem Problem stand ein Abendessen zaubern zu wollen. Jedoch sollte es nicht so aufwändig werden, da ich nur über etwas knappe Zeit verfügte. Das zu Kochende stand also unter der Prämisse simplicity rulez. Foodfreak hatte dafür die passende Lösung parat. Randbedingung: „Du musst das aber bloggen“ Und das mach ich doch gern. Besonders bei diesem Rezept. Den Rest des Beitrags lesen »

Ein Abschied I

Dezember 3, 2007 von dresden kocht

Mal so gar nicht kochen, kein Restaurant, einfach eine Geschichte, die mir seit Totensonntag durch den Kopf geht. Also nicht wundern, einfach lesen, wenn man mag. Es musste einfach raus.

***

Ein Abschied

Einfach eine kurze Abmeldung hatte sie an ihre Freunde rumgeschickt „Ich bin für eine Weile nicht da, wundert euch nicht.“ Mehr kam da nicht und kurz wunderten die Freunde sich ehe der Alltag sie wieder einholte. Immer mal wieder in ihren Tagen, voll mit Arbeit und Leben, tauchten Gedankenfetzen aus dem Nebel auf. ‘Wo ist sie?’ wunderten sie sich wieder, doch der Alltag verschlang auch diese Gedanken. Sie hatte doch gesagt, wundert euch nicht. Doch irgendwann kam ein Brief und darin eine Geschichte. Es war die Geschichte eines Abschiedes.

***

Sie wollte sich nicht verabschieden, sie wollte auch nicht dass sich jemand Sorgen machte oder wusste wo sie hinging. Es reichte ihr, dass einige wenige Bescheid wussten. Der Rest… würde nichts ändern können. Und so schrieb sie diese kurze Zeilen. Dann nickte sie ihrem Mann zu. Dieser half ihr in die Jacke, schnappte sich die Taschen und ein kurzes Gerangel setzte ein. Sie wollte auch etwas zu tragen haben. Mit einem kurzem traurigen Lächeln überließ er ihr schließlich eine Tasche.

So begleitete er sie in ein Zimmer, hell leuchtend, weiß, fast steril. Ihre Heimat für die nächste Zeit. Zitternd griff er nach ihrer Hand. Legte sie in die seine und drückte sie kurz. „Nicht lang.“ lächelte er ihr zu. „Nicht lang“ lächelte auch sie und meinte doch etwas völlig anderes.

***

Sie hatte abgenommen in der letzten Zeit und er betrachtete das mit Stirnrunzeln. Sie war schwächer geworden, auch das sah er mit Sorge, doch er sagte nichts, denn sie selber strahlte Ruhe und Kraft aus. Ihre
Gesichtszüge wirkten sanft, doch das Zittern ihrer Arme strafte ihren Augen Lüge. Ihr Körper war nicht mehr stark und er versuchte sich gegen den Geist durchzusetzen. Es war eine Frage der Zeit, der Sieger stand bereits fest. Er las in ihren Augen, dass sie das wusste und verschloss die Seinen vor dieser Erkenntnis. Er würde weiter an etwas Anderes glauben. Darum nahm er ihr auch den Block und den Stift aus ihren stärker zitternden Händen als sie ihn ansah. Doch ihre Bitte „Schreib eine Geschichte“ blieb in seinem Kopf. Eindringlich bat sie erneut.

„Schreib für unsere Freunde. Ich möchte ihnen ein Abschiedsgeschenk geben. Etwas woran sie sich erinnern können.“ Doch er schüttelte den Kopf und legte ihr den Finger auf die Lippen zum Zeichen, dass sie still
sein sollte. „Shht, das hat Zeit.“ Sie lächelte traurig und doch gab sie nach und nickte. Sie würde ihre Liste schreiben, wenn sie allein war. Sie wusste er würde ihre Geschichte schreiben. Und sie würde gut werden.

***

Tränen liefen über seine Wangen. In der einen Hand hielt er hilflos das Papier mit ihren krakeligen Worten. Mit der anderen strich er ihr über das erschlaffte Gesicht. Sie sah friedlich aus, als würde sie schlafen. Er wünschte, gleich würde sie die Augen aufmachen um ihn anzublicken. „Alles wird gut.“ würde sie zu ihm sagen und er würde nicken und ihr glauben. Seine Linke zerknüllte das Papier.

„Schreib für mich“ hörte er wieder ihre Stimme sagen und musste schluchzen. Schreib für mich hatte sie gesagt. Es war kein Befehl. Nur eine unschuldig vorgetragene Bitte die so schwer auf seinen Schultern
lastete. Er wollte es in die Welt hinausschreien. Die Ungerechtigkeit, die ihn erfasst hatte beklagen. Sein Leid herausbrüllen, Gott dafür die Schuld geben. Das alles war einfach… ungerecht. Er haderte mit seinem Schicksal.

Vorsichtig beugte er sich zu ihr herab um sie ein letztes mal zu küssen, sie im Arm zu halten und zu spüren. Aber es war vorbei…

Der Zettel, das wertlose Stück Papier mit ihren letzten Worten, die daraus das kostbarste Schriftstück auf Erden machten, fiel unbeachtet zu Boden während er den Trost in ihren Armen suchte. So oft hatte sie ihn
gehalten wenn er sich einsam fühlte. Doch diesmal stellte sich keine Geborgenheit ein. Das Gefühl der Zufriedenheit auf dass er hoffte, ja welches er herbeisehnte blieb aus. Er hielt eine leere Hülle im Arm.
Doch Trost kam aus dem Leben nicht von den Toten. Stumm und weinend richtete er sich wieder auf. Er blickte auf ihr Gesicht und prägte sich jedes Detail ein. Ihre Wimpern, die zu glitzern schienen, der kleine Leberfleck direkt über ihrem rechten Augenlid. Das schimmernde Haar, welches ihr friedliches Gesicht einrahmte. Die vollen Lippen, über die so viele liebevolle Worte gekommen waren und die ihn auch so oft gescholten hatten. Wer sollte ihn nun ermahnen, wenn er – schon wieder – den Toilettendeckel oben gelassen hatte? Und wer würde ihn daran erinnern, dass ein Topf angebrannter Pudding eingeweicht werden möchte und zwar bevor der Inhalt zu Zement wurde?

Die Banalität seiner Gedanken ließ ihn auflachen und gleichzeitig flossen nur noch mehr Tränen. Hatte er nicht andere Probleme als sich ausgerechnet darüber zu Sorgen? Ein Knistern riss ihn aus seinen Gedanken und sein Kopf ruckte herum, den Blick auf den Boden. Er erwartete fast ihren Kater mit einer Tüten spielen zu sehen auf der Jagd nach seinem Spiegelbild. Und er sehnte sich danach ihn einfach auf den Arm zu nehmen, das tränennasse Gesicht in sein Fell zu drücken und zu vergessen. Doch da lag nur ein zerknüllter Zettel.

***

Sein Blick hing an einer Wolke. Sie schien genau seine Stimmung zu treffen. Sie war dunkel und sah nach Gewitter aus, als würde dies gleich losbrechen. Aber dieser Eindruck wurde zerstört durch mehrere Flächen
azur-blauer Himmel, ein Kontrast wie er schärfer nicht hätte sein können. Und doch war er es. Er spürte ihre Hand an seinem Arm, wie sie zerrte und nach oben deutete. „Schau mal, wie die Sonne den oberen Teil
der Wolke so erhellt. Das leuchtet ja richtig.“ Und er schaute. Aber nicht zur Wolke, sondern auf seinen Arm, an dem sie nicht hing.

Er wandte den Blick ab vom Fenster und ging schleppend zu seinem Computer. Dort auf seiner Tastatur hatte er den Zettel abgelegt. Darauf stand, an wen sie ihren Abschied richten wollte. Und so fing er an, die Namen zu sammeln und die Adressen zu suchen, einfach nur mechanisch. Dazu konnte man die Gefühle abstellen.

‘Sie ist tot!!!’ stand schließlich vor ihm auf dem Bildschirm. Nur das und eine Menge Namen. Der Mauszeiger hing über dem Senden-Knopf, seine Hand zitterte. Erneut liefen Tränen über seine Wangen und er konnte
nichts mehr erkennen, die Wahrheit nicht lesen, die unbarmherzig vor seinen Augen Purzelbäume zu schlagen schien. Die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt, doch seine Hoffnung würde er mit ihr begraben. Und
er? Er lebte.

Mühsam nahm er die Hand von der Maus und lies sie mit Wucht herab auf die Tastatur donnern. Ein Lämpchen fing an zu blinken. Das grüne Licht wirkte hell und schien zu blenden obwohl es doch einfach nur den Fokus
vom Bildschirm auf sich selbst zog. Er schniefte und wischte sich die Tränen fort. Mit zitternden Fingern deaktivierte er das CAPS-Lock und die grüne Lampe erlosch ohne zu protestieren. Doch ihre Wirkung blieb.
Die Anziehungskraft der drei Worte auf dem Bildschirm verflog und fast hastig löschte er sie bis nur noch das Blinken des Mauszeigers daran erinnerte, dass hier ein Text geschrieben werden wollte.

Kolibri

September 21, 2007 von dresden kocht

Diesmal waren wir ohne Dresden for friends unterwegs ;)

Direkt in Laufreichweite unserer Wohnung gibt es eine Ausbildungsstelle der Hotel- und Gaststättenschule Schloss Albrechtsberg, das Restauran Kolibri.

Dabei handelt es sich um ein Buffetrestaurant. Bei den Kellnern und Köchen handelt es sich um Auszubildende der oben genannten Schule. Ich finde die Idee, die Schüler in ein Restaurant zu stecken und dann machen zu lassen irgendwie klasse. So haben sie die Chance selbstständig Dinge zu entdecken die sie woanders im Routinebetrieb vielleicht nicht sehen würden, da einfach die Zeit fehlt oder auch der Druck zu hoch ist. Die Gäste sind auch mal nachsichtiger wenn etwas nicht so ganz klappt – schließlich lernen die Jungs und Mädels ja noch.

Die Stimmung im Restaurant war freundlich und die Kellner bemüht. Die Einrichtung hat einen Eindruck eines gehobenen Restaurants hinerlassen. Trotzdem war es gemütlich.

Das Essen gestaltete sich in Buffet-Form. Ein wirklich überaus einnehmender junger Mann (Zitat mein Mann: „Wäre ich unverheiratet und eine Frau könnte ich glatt schwach werden“) bewachte das Essen und erklärte was es denn geben würde.

Als Vorspeise versuchten wir uns an den Salaten. Mir persönlich hatte es der Tomatensalat und der indische Reissalat angetan. Lecker :) Auch wenn nach meinem Empfinden der Reis ein µ länger hätte kochen dürfen. Aber es schmeckte angenehm und für europäische Ansprüche auch nicht zu scharf. Aurelix gönnte sich etwas vom Fleischsalat mit Käse (ihm schmeckte es, als ich davon probierte war das jedoch nicht mein Fall) Die Vorspeise war also gelungen. :)

Als Hauptgang entschied ich mich für gebratene Bohnen mit Speck und Zwiebeln (auch hier ähnlich dem Reis hätte ich die Bohnen persönlich etwas länger kochen lassen), dazu Reis und Hackbraten. In der Hackbratenscheibe befand sich dann auch noch ein Ei. Kannt ich gar nicht, hab die Idee aber inzwischen aufgenommen und bei meinem letzten Selbstversuch mit Hackbraten noch ein gewürfeltes Ei hinzugefügt.

Aber lustig: ich fing so an zu überlegen, ob man das Ei wohl roh oder gekocht in den Hackbraten rein tun müsste und meinte plötzlich halbtlaut „Ach bin ich doof“ erklärte meinem Liebsten was mich dazu brachte und er mit einem schiefen Grinsen „Eigentlich hab ich da auch grad drüber nachgedacht“

Als Desserts gab es ebenfalls leckeres im Angebot: Während ich mich an Mozarella und Tomaten vergnügte, versuchte mein Mann den Schokopudding mit Fruchtstücken. Ebenso gab es noch einen hervorragenden Joghurt mit Mandarine und Kiwi. Sehr erfrischend und lecker. ich bin noch am überlegen wo her der frische Beigeschmack kam. Für Pfefferminze war es nicht ’scharf’ genug, vielleicht Salbei oder Basilikum?

Nach dem Essen gönnten wir uns schließlich noch einen hervorragenden Federrosé. Für jemand der auf liebliche Weine steht einfach lecker. Und unschlagbar im Preis.

Fazit:

  • Bufett: 7,99 €
  • Federrosé (0,25l): 2,80 €
  • Wir gehen wieder hin :)

PS: Da ich schon ein wenig erstaunt bin wieviel gerade dieser Artikel aufgerufen wird: ich freu mich immer über weitere Meinungen in den Kommentaren – nicht nur zu diesem Restaurant, sondern auch zu den anderen Artikeln ;-)

Dresdner Kanzlei (reloaded)

August 20, 2007 von dresden kocht

Nach einem wirklich anstrengendem Umzugstag haben wir abends gemeinsam mit Eltern und Schwiegereltern einen Zwischenstop in einem Restaurant eingelegt zwecks Nahrungsaufnahme. Da die Kanzlei uns bereits bekannt war und auch in der Nähe, lag es nahe, unsere Eltern dahin zu entführen. Schließlich sollte doch auch das Basilikum-Sorbet vorgeführt werden.

Trotz sehr später Stunde wurden wir angenehm freundlich empfangen und die Kellner haben sich wirklich nett um uns gekümmert. Und vor allem haben sie sich sehr anständig benommen.

Ein Elternpaar hatte sich etwas verspätet, so dass wir bereits aus der Karte gewählt hatten. Als die Karten nun wieder mitgenommen werden sollten, wollte Johannes seine zurückhalten mit den Worten „Da kommen ja gleich noch zwei, die kann hier liegen bleiben.“ Ihn traf ein freundliches Lächeln und der Kommentar „Die Karte überreich ich lieber persönlich.“

Da es glücklicherweise nicht sehr kalt war, konnten wir die Atmosphäre des Restaurants und Striesens draußen genießen, auch wenn so die schöne Deko von drinen nicht wirken konnte.

Das Essen war ein Traum. Ich habe mir „Lammgeschnetzeltes sizilianisch“ bestellt. Zartes, schmackhaftes Fleisch auf Couscous, wirklich hübsch angerichtet. Desweiteren gab es am Tisch ein großes Wiener Schnitzel (welches den kompletten Teller bedeckte, so dass die dazugehörenden Bratkartoffeln extra gereicht wurden), „Spaghetti aglio e peperoncino“, „Kalbsrücken im Kräutergarten“, Fisch (leider habe ich mir nicht gemerkt, was) und „Schweinefilet n einer Dijonsenf – Salbei – Sauce“.

Der komplette Tisch war begeistert. Nicht nur vom Geschmack, sondern auch vom Arrangement der Speisen, der Atmosphäre und auch den Kellnern.

Als Nachspeise wurde uns wärmstens die „Mäuschen“ empfohlen. Dabei handelt es sich um Salbeiblätter in Teig mit Joghurt-Himbeereis und Himbeermark. Man mag es nicht glauben, dass Salbei in dieser Kombination tatsächlich schmecken könnte, doch es war köstlich. Auch wenn ich auf mein Basilikum-Sorbet bestanden habe udn nur bei meinen beiden Nachbarn von den Mäuschen probierte. Doch auch die Creme Brûlée und der Eisteller wurden an unserem Tisch willkommen geheißen und genüsslich verzehrt.

Alles in allem kann man nur sagen, ein gelungenes Abendessen und ein schöner geselliger Abend. Wir kommen garanteirt wieder, und wenn ich das richtig verstanden habe, wurde das Restaurant inzwischen auch ausgiebig weiterempfohlen – zu recht.

Nur eines fehlt diesem Restaurant: Drehteller auf den Tischen, so dass man zwischenzeitlich Teller austauschen und auch von den anderen Gerichten probieren kann. :-)

Zucchini-Schoko-Kuchen

Juli 31, 2007 von aurelix

Petra hat uns mal wieder auf ein leckeres Rezept aufmerksam gemacht: Schokoladen-Zucchini-Kuchen. Kuchen mit Gemüse? Ich vermute mal, der geneigte Leser macht bei dieser Vorstellung ein ähnliches Gesicht wie ich, als ich davon gehört habe. Andererseits stehe ich ja auf abartige Sachen, und da meine Schwiegeroma zufällig gerade eine halbe Zucchini über hatte (und Bohnen … „wollt ihr wirklich nicht noch mehr?“) wurde die Backröhre angeheizt und los gings. Den Rest des Beitrags lesen »

4. September 1940

Juli 31, 2007 von dresden kocht

Es muss nicht immer Kaviar sein – Dieses Buch von Johannes Mario Simmel ist erstmalig 1960 erschienen und enthält die kuriosen Abenteuer des Bankiers Thomas Lieven. Dieser gerät während des zweiten Weltkrieges zwischen die Fronten der Geheimdienste verschiedener Nationen und versucht sich mit Geschick schadlos zu halten. Unter anderem unterstützt durch seinen Charme und seine Kochkunst. Mit eben dieser gelingt es ihm mehrfach sich aus brenzligen Situationen zu retten. Für den Leser wurden die Rezepte zum Nachkochen im laufenden Roman aufgeführt und erläutert. Der Kaviar ist somit kein wirkliches Kochbuch im eigentlichen Sinne.

Für das DKduW-Blog-Event (siehe hier) habe ich mich nun entschieden endlich mal aus eben diesem Buch etwas nachzukochen.

Da ich nicht so viel Übung und Erfahrung habe, was das Kochen angeht versuchte ich mich an einem leichten Rezept. Es handelt sich dabei um die Vorsuppe des Menu vom 4. September 1940 mit dem ein Passfälscher in Höchstform gebracht wurde.

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Dresdner Kanzlei

Juli 29, 2007 von dresden kocht

Bei unserem ersten Restaurant-Besuch handelt es sich um die Dresdner Kanzlei, ein kleines, gemütliches Restaurant im Herzen Striesens. Der Chefkoch ist ein Russe, der nicht nur heimatliche Gerichte sondern auch diverse Eigenkreationen anbietet. Diesen Mann sollte man sich unbedingt warmhalten in diesem Restaurant, die Ideen sind erstklassig.

Die Kanzlei bietet jeden Tag ein Tagesgericht für 5,50 Euro an, wofür auch die DRESDEN FOR FRIENDS-Card gilt. Das bedeutet man erhält 2 Tagesgerichte und zahlt eines. Freundlicherweise wird auch angeboten, dass statt einem Tagesgericht auch eine normale Hauptspeise gewählt wird, sollte einem das Tagesgericht nicht so zusagen. Dafür zahlt man auch nur den Aufpreis.

Für Pastagerichte zahlt man in der Regel zwischen 8 und 10 Euro, während man normale Hauptgerichte für etwa 12 bis 17 Euro erhält. Das Restaurant hat somit doch etwas gehobene Preise. Das Ambiente wird dem jedoch gerecht. Die Einrichtung und auch die Dekoration vermitteln ein stimmiges Gesamtbild. Es fallen Details ins Auge, wie eine alte Schreibmaschine oder auch die Bordüre aus „§“ ;-)

Das gestrige Tagesgericht „Klopse mit Schupfnudeln in Pfifferling-Rahm-Soße“ war leider nicht so geeignet für meine Geschmacksnerven, da meine Vorliebe für Pilze sich in Grenzen hält. Also habe ich die „Fusili Lunghi“ probiert. Dabei handelte es sich um lange Spirelli in Cashewkern – Rucolapesto mit Sherrytomaten und Mozzarellaperlen. Ich habe es nicht bereut. Mein Mann hat sich derweile mit dem Tagesgericht begnügt, welches auch hervorragend war.
Beide Gerichte waren liebevoll angerichtet. Auch geschmacklich gab es nichts zu meckern, auch wenn meine Fusili für meinen Geschmack etwas zu fettig waren bzw einen starken Buttergeschmack hatten.

Zum Nachtisch gönnten wir uns schließlich eine „Mousse von Zartbitterschokolade mit marinierten Grand Marnier-Kumquat“ und ein „Basilikum- Schokoladen-Sorbet“. Das Mousse war angenehm cremig und zerging auf der Zunge. Das Basilikum-Sorbet war zunächst ersteinmal grün. Etwas skeptisch probierte ich davon – und war begeistert. Diese Kombination mag merkwürdig klingen doch bescherte sie ein erfrischendes Erlebnis welches uns schwärmen lies.

Alles in allem war es ein gelungener Abend und wir werden mit Sicherheit wieder dorthin Essen gehen.

Ersparnis durch dff: 5,50 Euro

Restaurant „Kanzlei“
Pohlandstr. 18
01309 Dresden
http://www.restaurant-kanzlei.de/

Und los gehts

Juli 29, 2007 von dresden kocht

Lange haben wir uns gesträubt, nun haben wir doch ein Blog. Nachdem wir bereits drei Ideen haben was hier rein könnte haben wir uns für die Anschaffung dieses Haustieres entschlossen.

Da mein Mann seit vorgestern Eigentümer einer DRESDEN FOR FRIENDS-Card ist, die ihm sein ehemaliger Arbeitgeber freundlicherweise überlassen hat, haben wir nun beschlossen einige darin aufgeführten Restaurants zu testen und unsere Meinung dazu hier zu veröffentlichen.

Was es weiter geben wird: nun… lassen wir uns überraschen. :-)